Alea Aquarius Wiki
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Die Meermenschen sind Menschen, die in den Meeren leben. Sie sind eine der beiden Menschengruppen, die andere Gruppe sind die (gewöhnlichen) Landmenschen. Meermenschen unterscheiden sich von Landmenschen hauptsächlich durch die Wasserfähigkeiten wie Kiemenatmung, hohe Schwimmgeschwindigkeit mit Schwimmhäuten usw., sowie durch die magischen Fähigkeiten, zu denen die Kommunikation mit den Magischen selbst und verschiedene stammeigene Fähigkeiten gehören.

Zum Zeitpunkt der Handlung der "Alea Aquarius"-Reihe sind die Meermenschen bereits beinahe ausgestorben. Das Wiederaufrichten der Zivilisation der Meermenschen stellt das zentrale Handlungsziel in der Reihe dar.

Die Meermenschen teilen sich in mehrere Stämme auf, die jeweils ihre eigenen Aufgaben, Begabungen, physischen Eigenschaften und magische Fähigkeiten haben. Zu unterscheiden sind die Stämme insbesondere durch spezielle, körperliche Merkmale wie Augen- und Hautfarben, Muster oder Narben auf der Haut, schwarze Fingernägel, sechs Finger und weitere. Von den Meermenschen weiter zu unterscheiden sind die Seemenschen und die Flussmenschen, die sich soweit bekannt hauptsächlich dadurch differenzieren, dass sie in Seen und Flüssen leben.

Die Meermenschen sprechen alle die Wassersprache Hajara. Da auch die Magischen diese Sprache verstehen, dient Hajara in geschriebener und gesprochener Form als universelles Kommunikationsmittel.

Zivilisation

Die Zivilisation der Meermenschen ist eine weltumfassende leicht utopische größtenteils homogene Gesellschaft. Ihr technologischer Stand bewegt sich weit hinter dem der Landmenschen, etwa im Bereich der europäischen Antike, dies wird jedoch durch Magie ausgeglichen, die zu Landmenschentechnologie äquivalent ist. So besitzen die Meermenschen z.B. mehrere Methoden der Nachrichtenübertragung, die wie bei den Landmenschen über tausende Kilometer reicht und zeiteffizient ist.

Die verschiedenen Stämme der Meermenschen erfüllen festgelegte Rollen in der Gesellschaft. So sind z.B. die Zalti für die Landwirtschaft und damit die Nahrungsversorgung der Gesellschaft zuständig; die Marmulla sind Lehrer und Erzieher und übernehmen die Ausbildung des Nachwuchses; die Lorka verantworten den Handel. Trotz dieser Funktionstrennung leben viele Stämme zusammen und alle Arten von Beziehungen über Stammesgrenzen sind üblich.

Eine besondere Stellung innerhalb der Arbeit der Meermenschen nimmt der Schutz des Meeres in Anspruch. Ganze Stämme sind damit betraut, wie z.B. die Wandererstämme (Wal-, Delfin- und Lachswanderer) , die verschiedene Wandertierarten begleiten, die Brim, welche das Meer reinigen, oder die Oblivionen, die die Meereswelt vor den Landmenschen geheim halten und schützen.

Die Wirtschaft der Meermenschen ist eine währungslose kommunistische kontrollierte Marktwirtschaft bzw. etwas ähnliches hierzu. Es gibt kein Geld. Die Meermenschen erfüllen ihren Platz in der Wirtschaft durch die Rolle, die sie aufgrund ihres Stammes haben, und werden dafür mit den Gütern versorgt, die sie nicht selber produzieren. Dies entspricht etwa dem kommunistischen Idealprinzip und somit ist die Wirtschaft der Meermenschen die einzige rein kommunistische Wirtschaft, die jemals existiert hat.

Über Politik, Religion und Philosophie ist nichts Genaueres bekannt. Die Utamaren sind ein Stamm an Anführern, welche geeignete Qualitäten als Politiker aufweisen. Elvarionen sind ebenfalls geborene Anführer.

Geschichte

Die beiden Menschenarten, Meermenschen und Landmenschen, leben vor sehr langer Zeit friedlich zusammen. Ein Krieg zwischen Meermenschen und Landmenschen zwingt die Meermenschen, sich für immer ins Wasser zurückzuziehen. Dabei lassen sie die Landmenschen vergessen, dass die Meermenschen existierten, so dass es keinen Konflikt mehr gibt. Die Oblivionen sind wesentlich an diesem Vorgang beteiligt und übernehmen auch in Zukunft diese Aufgabe.

Die Meermenschen haben sehr lange eine Form von Geld, die sogenannten Garbmünzen. Die wichtigsten Stämme, welche mit diesem zu tun haben, sind die Armenhelfer Havanians und die Geldverwalter Sentross. Jedoch gibt es um etwa 1000 n.Chr. Streitigkeiten zwischen diesen Stämmen um „Zahlungen und Schulden“[1]. Die Streitigkeiten entwickeln sich zu einem Krieg, der mehrere Jahrzehnte dauert und in dem auch andere Stämme involviert sind. Beide Stämme bekommen immer weniger Kinder, bis sie deshalb aussterben. Dies beendet den Krieg, und die andere Meermenschen treffen sich zu dem Großen Rat der Umkehr, in dem alle Arten von Zahlungsmitteln in der Meereswelt auch aus ideologischen Gründen[2] abgeschafft werden. Dieser Krieg ist, wie erwähnt, der einzige bekannte große Konflikt, der innerhalb der Meermenschenzivilisation jemals stattfand.

Etwa zehn Jahre vor dem Zeitpunkt der Handlung der "Alea-Aquarius"-Reihe erschafft Doktor Orion, ein halber Roix, einen Virus, das innerhalb kürzester Zeit fast alle Meermenschen umbringt und somit die gesamte Zivilisation auslöscht. Dies ist der einzige bekannte Fall von Völkermord oder allgemein großangelegter krimineller Handlung innerhalb der Meermenschengesellschaft. Die wenigen Meermenschen, die sich retten können, waren zum einen kleinere Gruppen, die zu warmem Wasser umsiedeln, da das Virus dort unschädlich wird; zum anderen Meerfrauen, die ihre Neugeborenen auf dem Land unter Landmenschen aufwachsen lassen. Diese Meerkinder jüngster Generation, zu der auch Alea und Lennox gehören, haben kein Wissen über die Gesellschaft ihrer Vorfahren. Zu Beginn dieser Pandemie war das Virus noch mäßig verbreitet und es gab Kaltwassergebiete ohne Infektionsrisiko, aber elf Jahre später zum Zeitpunkt der Handlung der „Alea Aquarius“-Reihe ist das Virus allgegenwärtig und hindert die überlebenden Meermenschen, in die Gewässer zurückzukehren.

Zahlungsmittel

  1. Die Botschaft des Regens, Seite 161
  2. Die Botschaft des Regens, Seite 161f.: „[...] weil man erkannt hatte, dass ein Leben ohne Zahlungsmittel tatsächlich möglich war und dass dies zum Wohle aller Stämme beitragen würde.“
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