Alea Aquarius Wiki
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Hajara ([ha'jaːʁa]), die Wassersprache, ist die Sprache der Meermenschen und der Magischen.

Meermenschen können die Sprache lesen, schreiben und sprechen, ohne sie erst lernen zu müssen. Landgängern ist es möglich, sie zu lernen. Ben ist der einzige Landgänger, der Sprache spricht; Alea hat sie ihm beigebracht. Sammy und Tess verstehen nur kleine Bruchteile davon.

Stilisierte Übersetzung des Hajara-Textes in "Der Ruf des Wassers"

Hinweise: Vonseiten der Autorin gibt es keine genauen Angaben zur Beschaffenheit der Wassersprache. Der gesamte Inhalt dieser Seite enthält neben gesicherten Angaben aus den Büchern und offiziellen Hörbüchern linguistisch akzeptable Extrapolation, die evtl. wegen fehlender Informationen daneben liegt. Diese Seite nutzt IPA-Lautschriftnotation, die auf manchen Geräten nicht richtig angezeigt wird.

Phonologie

Die Phonologie der Wassersprache ist vonseiten der Bücher unbestätigt. Die folgenden Annahmen basieren auf deutscher Aussprache sowie der Aussprache in den offiziellen Hörbüchern.

Konsonanten

Die folgende Tabelle listet kompakt die bekannten und vermuteten konsonantischen Laute Hajaras.

bilabial labiodental dental alveolar postalveolar palatal velar uvular glottal
Plosive p b t th [tʰ] d dh [dʰ] k g
Frikative f v (th [θ] dh [ð]) s (z) sch [ʃ] ch [ç] ch [x] r [ʁ] h
Affrikaten z [t͡s] ([d͡ʒ])
Nasale m n (ng [ŋ])
(laterale)

Approximanten

l j

Auf jedes Zeichen der Hajara-Romanisierung (s.u.) folgt sein IPA in eckigen Klammern, falls das Zeichen nicht selbst das korrekte IPA ist. Bei Lauten in runden Klammern ist die Existenz ungeklärt. Es ist nicht bekannt, dass Hajara nicht-pulmonale Konsonanten hätte.

Dieses Konsonanteninventar ist sehr nahe am deutschen und insgesamt sehr unregelmäßig. Beispielsweise lässt sich weder eine klare stimmhaft-stimmlos-Entgegenstellung (wie in vielen europäischen Sprachen) noch eine klare aspiriert-nicht aspiriert-Entgegenstellung (wie in vielen asiatischen Sprachen) feststellen. Eine oder mehrere offensichtliche Anhäufungen von bestimmten Aussprachearten oder Ausspracheorten sind entgegen dem globalsprachlichen Trend nicht vorhanden. Zu bemerken ist das Vorhandensein von vermutlich drei alveolaren Plosiven, sowie den phonologischen Affrikaten.

Vokale

vorne zentral hinten
geschlossen i [i~ɪ] u [u]
halbgeschlossen e [e~ɘ~ə] o [o]
offen a [a~ɑ]

Dies ist ein übliches Fünf-Vokal-System. Der Vokal <a> [a~ɑ] ist, wie in vielen Sprachen, wesentlich häufiger als die anderen Vokale.

Diphthonge
2. Vokal e i o u
a <ea> /ea/ <ia>/<ja> /ja/ - -
i <ey> /ej/ - <oi> /oi/ vmtl. [o͡ɪ] <ui> /ui/ vmtl. [u͡ɪ]
o - <io> /jo/ - -

„-“ steht für eine Vokalkombination, die in den bekannten Wörtern nicht als Diphthong auftritt.

Ungeklärtes

Da die Romanisierung (siehe unten "Schrift") die einzigen Hinweise auf die Aussprache gibt, bleiben folgende aussprachebezogenen Dinge offen:

  • Aussprache von <ae>. Entweder Diphthong [aɛ] oder Digraph [æ⁠] (dt. "ä").
  • Aussprache von <th>. Entweder engl. [θ~ð] oder deutsch [t~tʰ].
  • Aussprache von <z>: Entweder engl./IPA [z] oder deutsch [t͡s].
  • Aussprache der Zeichengruppe <Nssch> bzw. allgemein <ssch>
  • Aussprache von <y>: vermutlich <j>

Es ist nicht bekannt, ob Hajara Vokallänge und Gemination phonologisch, d.h. mit Relevanz für Wortbedeutung benutzt. Die Vermutung liegt nahe, da mehrere Wörter in Schriftform verdoppelte Vokale aufweisen.

Phonotaktik

Die Phonotaktik scheint nur wenig beschränkt zu sein. Anhand der bekannten Wörter ergeben sich diese wichtigsten Regeln:

  • Nasale dürfen am Wortanfang stehen. (<Mschah>)
  • Häufigste Konsonantengruppen sind Nichtokklusive (/r/, /l/, /s/, /ʃ/, /n/, /m/, /f/, /v/, /x/) gefolgt von Plosiven oder weiteren Nichtokklusiven. Die Ausnahme bilden einige Plosiv-Nichtokklusive-Folgen und Affrikate: /gl/, /k͡s/, /bl/, /br/, /t͡f/, /t͡s/. Die einzige bekannte Plosivverdopplung (wird bis auf weiteres als Ausnahme gesehen) ist /pt/ in <Ptaar>
  • Drei-Konsonanten-Gruppen sind nur in <Aerbruk> /rbr/ bekannt (Nichtokklusiv-Okklusiv-Nichtokklusiv). Ausgenommen ist die Konsonantverdopplung der Romanisierung (siehe unten) z.B. <Schattfa> /ʃatːfa/, die evtl. in Gemination resultiert, wie hier notiert.
  • Jedes Aufeinanderfolgen von Plosiven ist verboten.
  • Es gibt keine Beschränkung von Diphthongen, d.h. jeder Vokal kann mit jedem anderen Vokal einen Diphthong bilden. Die bekannten Diphthonge sind oben gelistet.
  • Es gibt einen Triphthong: /aja/, im Sprachennamen Hajara selbst.
  • Geschlossene Silben sind zwar häufig, aber geschlossene Wörter scheinen selten zu sein. Die häufigsten Konsonanten am Wortende sind Liquide, insbesondere Nasale. Das einzige bekannte Vorkommen von [x~ç] ist am Wortende in <Rach>.

Es lässt sich die Silbenbeschränkung auf (V)C(C)K(VV) schätzen, wobei V ein Vokal oder Semivokal /j/ ist, C und K Konsonanten sind, wobei C und K nicht beides Plosive sein dürfen. Jede Silbe muss mindestens einen Vokal beinhalten.

Schrift

Hajara besitzt eine Schrift, deren Gestalt ungeklärt ist. Nur Meermenschen können die Schrift lesen, für Landmenschen ist sie nicht nur unverständlich, sondern gänzlich unsichtbar. Die Schrift hat ein wasserähnliches Aussehen und wird ausschließlich auf magische Art geschrieben.

Es gibt eine Romanisierung, in den Büchern ist die Wassersprache ausschließlich in dieser notiert. Die Romanisierung folgt deutschen Konventionen, z.B. Trigraph <sch>, Konsonantverdopplung wie in <Schattfa> etc. Insbesondere sind das Zeichen <x> für /k͡s/ und der Digraph <qu> für /kv/ wie im Deutschen in Verwendung.

Lexikon

→ Hauptartikel: Hajara-Lexikon

Die meisten bekannten Hajara-Wörter sind Eigennamen oder andere spezielle Begriffe. Sie sind unter Hajara/Liste aller Eigennamen zu finden.

Grammatik

Über Grammatik und historische Entwicklung ist nichts bekannt. Es lässt sich jedoch spekulieren, dass Hajara sich in der Nähe des Deutschen bewegt oder sogar eine Chiffre desselben ist:

Nscho      garuu   sa  hunati
öffnen.IMP du.REFL für landgänger.PL
Öffne      dich    für Landgänger

Die obige exemplische Interlinearglossierung des einzigen bekannten vollständigen Satzes stellt deutlich, dass eine sinnvolle Eins-zu-eins Entsprechung zwischen Deutsch und Hajara möglich ist, die auch sinnvoll erscheint (z.B. ist die Präposition "für" sowohl im Deutschen als auch in Hajara kurz). Ungeklärt ist, ob Hajara einfach nur die deutsche Grammatik mit anderen Morphemen kopiert oder ob sie nur dieselbe/eine ähnliche Wortreihenfolge im Satz aufweist. Im obigen Interlineargloss ist z.B. nscho als Imperativ vom Verb "öffnen" markiert, wobei nicht bekannt ist, wie sich der Imperativ vom Basisverb herleitet.

Hajara markiert die Nominalklasse nicht auf seinen Adjektiven bzw. es weist gar keine Klassen auf. Dies ist ersichtlich an den drei Wendungen: Misch Lalaya = Guten Abend(m), Misch Lateyna = Guten Morgen(m), Misch Natalya = Gute Nacht(f). Hier hat das deutsche zwei verschiedene Genera (Nominalklassen) und das Adjektiv kongruiert entsprechend (gut - gute (f) - guten (m) ). In Hajara ist das Adjektiv identisch, also kongruiert es nicht; es gibt keine Klassen; oder aber Lalaya, Lateyna und Natalya gehören zur selben Klasse und Misch ist nicht die Grundform des Adjektivs.

Verben

Das einzige eindeutig bestimmte lexikalische Nichtmodal-Verb ist <jahit> (helfen). Es lässt sich vermuten, dass dieses im Infinitiv steht und Hajara also eine Infinitivform kennt.

Die einzigen Formen des häufigsten Verbs "sein" sind konjugiert. Bis weiteres bekannt ist, werden drei Personen und ein Numerus wie im Deutschen (Singular, Plural) angenommen.

"sein" 1. Person 2. Person 3. Person
Singular ela
Plural

Es gibt noch die Form <eisa>, deren genaue Einordnung jedoch nicht möglich ist. Im Satz:

Meu       Kavantra eisa
Mein.POSS Name.GEN sein.3Sg
Ich       Name.AKK haben.1Sg
Mir.DAT   Name.NOM sein.3Sg

der die einfache Bedeutung "Mein Name ist" hat, ist anhand der Interlinearglossierung ersichtlich, dass es (mindestens) drei gültige Möglichkeiten gibt, ohne weitergehende Informationen den Satz zu verstehen. Wörtlich können also sowohl "Mein Name ist", "Ich habe den Namen", sowie "Mir ist der Name" (z.B. lat. "mihi nomen est") vorliegen, je nach dem wie entsprechend die (noch unbekannte) Grammatik von Hajara aussieht. Auch wenn <eisa> wegen seiner lautlichen Ähnlichkeit zu <ela> vermutlich eine Beugungsform von "sein" ist, dürfen solche Annahmen nicht ohne genauere Beweise gemacht werden.

Sonstiges

Eine Auffälligkeit der Wassersprache ist ihre weite geographische Verbreitung: Alle Wesen des Wassers des gesamten Planeten, die zum Sprechen einer menschlichen Sprache imstande sind, sprechen dieselbe Sprache.

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